Freitag, 25.Mai 2007

PRESSEINFORMATION 

 

Begleitdienst für Menschenrecht und Grundeinkommen

Aktionstag auf Eisenstädter Ämter

 

 

Gerhard  Karl Reinprecht, Gertraud Hafner Karl Dittrich, Andrea Roschek, Florian Berger, Andreas Barabas (v.l.n.r.)

 

 

Im Zuge der Initiativen „Leben ohne Armut“ (LoA), „Menschenrecht und Demokratie“ (MuD) sowie „Grundeinkommen Österreich“ (GÖ) besuchten am Donnerstag, dem 24.05.2007  sieben Aktivistinnen und Aktivisten der Kreativfabrik einige in Eisenstadt befindliche Finanz-, Justiz- und Sozialstellen.

Der Anlass dieser Aktion stand vor dem Hintergrund einer immer rasanter ansteigenden Zahl an prekär lebender Menschen im Burgenland,  welche sich verstärkt an die Kreativfabrik wenden, da sie sich von den Ämtern missverstanden fühlen.

Besucht wurden die Bezirkshauptmannschaft Eisenstadt-Umgebung, das Büro von Soziallandesrat Dr. Peter Rezar, das Finanzamt Eisenstadt sowie das Landesgericht. Zuzüglich zum herkömmlichen LoA-Begleitdienst wurden dieses mal mehrere Fälle an einem Tag gekoppelt, und ein Amt nach dem anderen aufgesucht. Im Sinne der Menschenrechte wurde jeder besuchten Stelle ein Exemplar der Resolution 217 A der Vereinten Nationen aus dem Jahr 1948, also das Menschenrecht, überreicht. 

Als wirkungsvollsten Ausweg für alle Betreuten, sieht die Kreativfabrik die rasche Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens. Auch darauf wurden die Beamten im Zuge der Aktion aufmerksam gemacht und ihnen sogleich eine Unterstützungserklärung für das Grundeinkommen überreicht. 

 

Kreativfabrik-Vorstand Gerhard Karl Reinprecht dazu:  „Wir wollen mit unseren Aktivitäten zeigen, dass die Betroffenen nicht alleine gelassen werden.  Andererseits sollen aber auch die Angestellten auf den Ämter darüber aufgeklärt werden, dass sie an einem Leben ohne Armut mitwirken können, aus Sicht des Menschrechts gesehen, sogar müssen.“

 

Begleitdienstmitarbeiter Karl Dittrich weiter: „Nicht nur von Menschen die in prekäre Situationen leben wird das Service positiv bewertet. Auch für Ämter und Behörden hat sich diese neue Einrichtung bewehrt. So konnte schon in mehreren Fällen, bei Scheidungen, sozialen Notsituationen, beim AMS, Finanzamt usw., geholfen werden“, zeigt sich dieser erfreut.

Die Unterstützungs- und Aufklärungsarbeit wird jedenfalls fortgesetzt, nach Möglichkeit auch ausgeweitet.